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So. 01.02.2009

17:30 Uhr

SFr. 30.-

   


Esther Hasler - "Laus den Affen"
Klavierkabarett für Menschen und andere Primaten

Hören, sehen und vergehen
Eigentlich ist das Lausen ja ein wunderbares, inniges, gemeinschaftliches Ritual - man kommt sich nahe. Allerdings näher, als Leuten lieb ist, die sich vor lauter Zivilisation nicht mehr an die Urahnen auf Bäumen und Felsen erinnern. Muss man das alles sehen und wissen? Esther Hasler sicher. Sie stellt ihr Mikroskop tiefenscharf und kratzt dort, wo zartbesaitete Therapeuten und fanatische Tierfreunde gerne mal wegschauen: An den menschlichen Beziehungen zu Angehörigen der eigenen Spezies, aber auch zu absolut anders gearteten Wesen.
Mit ihrem feingeeichten Seismografen registriert Hasler die kleinen und grossen menschlichen Beben, schürft tief in un- und urvertrauten seelischen Tiefen, wo sich Instinkt und Intellekt schon lange gute Nacht gesagt haben, wo Kultur und Natur zu verfliessen beginnen. Sie zeigt den Homo Sapiens, diese bedrohte Rasse, beim leichtfüssigen oder lustlosen Lavieren mal neben, mal auf der Lebenslinie, mal als Parasitenhasser mit Putzfimmel. Frau Friedli sinniert über das Zeitliche, über moderne Gehgewohnheiten und männliche Rundungen. Gruschenka, die Adoptivgrossmutter, oszilliert zwischen existentieller Lebensweisheit, praktischen Ratschlägen zur alltäglichen Lebensbewältigung und später Vergänglichkeit.

Antworten ohne Fragen
Warum es im Hotel Mamma die beste Pasta gibt; warum Jäger selten zu Gejagten werden; warum sich Wissenschaft und Wirklichkeit so gerne widersprechen; was Intimität und Immunität, Sparschäler und Fusserotik, Migranten und Walking miteinander zu tun haben; warum permanente Partnerschaften im Zeitalter penetrant propagierter Promiskuität so viel Beziehungsarbeit machen; warum Inder zwar nett, den Europären trotz aller Globalisierung aber nicht näher gekommen sind; wie man politisch korrekt schwarze Arbeiterinnen aus Afrika versteckt.
All dies klaubt Esther Hasler mit flinken Pianistenfingern ungefragt und frech aus dem Faulpelz der Fernseher, aus den vergeistigten Rastalocken von Viellesern, aus strähnigem Filz auf mürben Hirnrinden. Statt mit lausigem Lamento lockt sie mit Witz und Charme aus der Reserve.
Eine erfrischende, humoristische und hygienische Frischzellenkur für Schnelldenker und Langsamfahrer. Ein Kabarettabend zum Haareraufen für frisierte Visionäre, die kein Blut sehen können. Kurz: ein sinnliches und sinniges Stück für ganz gewöhnliche Leute. Wie formuliert es Obelix, der erste Weise der Weltliteratur seit Shakespeare: «Die spinnen, die Menschlichen!»

Text & Musik: Esther Hasler
Regie: Annette Windlin

www.estherhasler.ch

  Esther Hasler
     
   


Fr. 06.02.2009

20:30 Uhr

SFr. 30.-


   


George - "Härz"

Mundart-Rock

GEORGE sind zurück! Die Seeländer Mundartrocker melden sich mit einem neuen Longplayer zurück der das Zeug zum Genre-Klassiker hat. „Härz“ bietet alles was die Fans am Berner Sextett mögen: eingängige Melodien, satter Rock, etwas Roots-Feeling, herzliche Balladen und authentische Texte die hundertprozentig von Herzen kommen. Nur folgerichtig, dass George ihre dritte CD „Härz“ getauft haben.

„Härz“ ist einmal mehr eine überzeugende Vorstellung einer Band, die einst mit ihrer Version von „Vogel ohni Flügel“ den Anstoss zur „Reberrock“-Kompilation gegeben hat. Sie traten bei „Benissimo“ auf, und überzeugten letztes Jahr bei über 60 Konzerten ihre treuen Fans aufs Neue - mit Songs, die direkt von Herzen kommen.

www.georgeband.ch

 
George
   
   

Sa. 07.02.2009


20:30 Uhr

SFr. 30.-

   


Michel Gammenthaler - "Zeitraffer"
Schauspiel, Komik & Magier

Michel Gammenthaler ist wieder am Drücker. Und: Dieses Mal hat er es eilig! Schliesslich ist er auch schon bald 40. Die Zeit läuft. Sie rast. Gammenthaler – hinterher. Versucht aufzuholen, Luft zu holen.

Mit allen Mitteln: Power-Napping, Anti-Aging, Multi-Tasking oder ganz einfach mit Aufgeb-ing. Warum läuft unser Leben wie im Zeitraffer? Warum dehnt sich die Zeit immer nur beim Zahnarzt? Wo verbringt die Zeit ihre freie Minute? Wie viel Zins kriegt man auf gesparte Zeit?

Es ist endlich Zeit für Antworten! Damit die Zeit nicht davonläuft, ist Gammenthaler wieder mal alles gleichzeitig – Komiker Magier und Schauspieler. Eines ist sicher: Dieser Abend ist schneller vorbei, als Ihnen lieb ist!

www.michelgammenthaler.ch

  Michel Gammenthaler
   
   

So. 08.02.2009


17:30 Uhr

SFr. 27.-

   


C'est un rêve, une folie

Sinnberührende Klangbilder mit Liedern, Songs und Stücken von Offenbach bis Satie

Musikalisch farbenprächtig und warm, nehmen Olive Wetter und Lucia Emel Lieder und Stücke von Offenbach bis Satie auf eine Zeitreise ins Frankreich der vorletzten Jahrhundertwende mit. Sie erzählen mit einer Prise Ironie, Schwärmerei und einem Quäntchen Schwermut von Liebe und menschlichen Gefühlen.

Die Künstler:
Lucia Emel - Mezzosopran
Olive Emil Wetter - Piano

 

 
   
   

Fr. 13.02.2009


20:30 Uhr

SFr. 30.-
   


Netzer & Scheytt (ehemals Oldtime Blues and Boogie Duo)

Blues

Jahrelang als Geheimtip gehandelt, hat sich das OLDTIME BLUES & BOOGIE DUO in den letzten Jahren eine Sonderstellung in der europäischen Bluesszene erarbeitet. Einer der Schlüssel zum Erfolg von IGNAZ NETZER und THOMAS SCHEYTT seit ihrem Gründungsjahr 1986 liegt darin, jeder Nummer ihres Repertoires ein Sahnehäubchen aufzusetzen und ein Konzert der beiden wird deshalb zu einem sich stetig steigernden Erlebnis ohne plumpe Effekthascherei. Die beiden Schwaben können für sich in Anspruch nehmen, die seit Beginn des II. Weltkriegs vergessene Tradition des Gitarre-/Piano-Duos wieder aufleben gelassen zu haben. Mit dieser äußerst kreativen Epoche der Bluesgeschichte verbinden sich Namen wie Leroy Carr, Big Bill Broonzy, Tampa Red, Big Maceo Merriweather und v.a. Diese Tradition mit atemberaubender Stilsicherheit aufzupeppen, beherrschen Netzer/Scheytt meisterlich.

www.bluesandboogie.de


  Netzer & Scheytt
   
   

Sa. 14.02.2009


20:30 Uhr

SFr. 30.-

   


Marc Sway feat. Freda Goodlett

Soul/Blues/Latin

Die Sonne Brasiliens im Herzen, den Soul im Blut

Marc Sway geht seinen Weg. In "One Way".
Er hat sich viel Zeit gelassen, um neue Songs zu schreiben.
Dass sich der Endzwanziger weiter entwickelt hat und dennoch zu seinen Wurzeln zurück gekehrt ist, machen Marcs zweites Album "One Way" und die Live-Konzerte überdeutlich: mit einer verblüffenden Leichtigkeit verbindet er brasilianische Rhythmen mit R&B, Soul, Funk und Pop. Retro-Sound trifft auf Moderne, Altes auf Neues, ein Ohrenschmaus mit Qualität und viel Gefühl.

Sein Gast an diesem Abend ist die charismatische, seit ein paar Jahren in der Schweiz wohnhafte, amerikanische Ausnahme-Sängerin Freda Goodlett.

www.marcsway.ch
www.fredagoodlett.com

  Marc Sway
   
   

So. 15.02.2009


17:30 Uhr

SFr. 30.-
   


Michael Elsener - Vorpremiere "copy & paste"

Comedy & Kabarett

Michael Elsener will berühmt werden und das so ziemlich sofort. Aber warum das Programm selber schreiben, wenn man vieles fixfertig aus dem Internet herunterladen kann? Heute wird alles kopiert. Uhren, Mode, Medikamente, Kunst, Musik. copy & paste. Hemmungslos aber heimlich.

Michael Elsener hingegen kopiert im Rampenlicht. Präzise und witzig.

Auf der Bühne spielt sich der junge Komiker temporeich durch aufregende Figuren, freche Parodien und pointierte Geschichten. Sympathisch und faszinierend kreuzt Michael Elsener Sportler mit Starköchen, Musiker mit Politikern und begeistert so sein Publikum. Denn Michael Elsener ist schnell, clever – und unwahrscheinlich charmant. Seinem Charisma kann man sich nicht entziehen! Er kreiert sich eine eigene Welt – und wenn die nicht passt, dann wird kopiert…

www.michaelelsener.ch


  Michael Elsener
   
   

Fr. 20.02.2009
Sa. 21.02.2009


20:30 Uhr

SFr. 35.-

   


Dodo Hug - "Kreis"

Singer/Songwriter

Dodo Hug zieht ihre Kreise. Singend und erzählend, sinnierend und ausschweifend. Das tut sie schon seit langer Zeit. Und trotzdem ist sie eine Entdeckungsreisende geblieben in Sachen Sprache und Musik. Ihr neues Programm ist kugelrund: Es heisst Kreis. Und es handelt zum Beispiel von Teufelskreisen, aus denen auszubrechen hilft, wenn festgefahrene Denkmuster auf die Probe gestellt werden; vielleicht nur durch ein Wort, das neu betont, neu zusammen gesetzt und nicht mehr ein Begriff, sondern fast ein
bisschen Musik wird. Sprache wird dann zum Spiel und auch das Denken bekommt Spiel. Es bricht aus dem Kreis aus. Die Sprache verselbständigt sich. Kunst liefert keine fertigen Antworten, sie regt zum Denken an, eröffnet Freiräume. Aus dem Kreis bricht auch Dodo Hug aus. Nachdem ihr letztes Programm um das Thema Kriminalgeschichte gekreist war, geht die vielsprachige Sängerin wieder jenen Geschichten und Liedern nach, die sie
bewegen. Sie singt, was ihr gefällt. Stilistische Grenzen dienen ihr in erster Linie dazu, sie zu überspringen. Vom halben Erdkreis stammen die Melodien, die sie inspirieren, ihr im Kopf umherkreisen, bis sie zu Liedern werden. Tragik und Komik, Melancholie und Leichtigkeit fliessen ineinander. Sich im Kreis drehen heisst nun nicht mehr, nicht vorwärts zu kommen, sondern sich auf den Lebenskreis einlassen und Ideen und Gedanken in Bewegung setzen. Kreisrund geschliffen ist der Kreis deswegen nicht. Er hat durchaus scharfe Kanten. Wie das Leben selbst halt auf dieser Erdenkugel, die sich um
sich selbst dreht und trotzdem ständig eine andere wird.
Dodo Hug & ihr Team freuen sich darauf, auch ihre Kulturkreise musikalisch zu stören.

Die Künstler:
dodo hug (CH/I) - vocals, guitars, mandoline, cuatro, framedrum, percussion
geert dedapper (b) - accordion, vocals
efisio contini (I/CH) - vocals, guitars, banjo, mandoline, loops
augusto salazar (CH/KOL) - vocals, acoustic/electronic bass, caixa, tarabouka

 

 
   
   

So. 22.02.2009


17:30 Uhr

SFr. 30.-
   


Magic Girls des Okay Theaters

vom Leben und anderen Träumen

Ein skuril-witzig-tragisches Stück um die Frage: Wann merkt man, wenn etwas vorbei ist.

Seit 24 Jahren unterhalten THE MAGIC GIRLS in ihrem eigenen Variété-Theater ihr Publikum mit zweitklassigen Zaubertricks. Annamaria versucht dabei immer wieder mit ihrer erotischen Ausstrahlung das männliche Publikum in ihren Bann zu ziehen. Julie, die sich in Numerologie auskennt, hat sich der echten Magie verschrieben. Irina mit ihrer russischen Grossmutter kämpft ständig mit ihrer Auftrittsangst. Dieses zusammengeschweisste Trio weiss raffiniert das nahende Ende zu verdrängen und steckt die ganze Energie in sein geplantes Jubiläumsprogramm.
Sie haben ihre Macht, ihre Hoffnung und ihre Träume und daraus gestalten sie ihre eigene Wirklichkeit.
Alles wird gut. Vielleicht? Sicher!
Lachen sie Tränen und weinen Sie vor Freude mit den Magic Girls.

Dies ist die dritten Produktion des „okay theaters“. Die beiden ersten Produktionen „Shirley Valentine“ und „All’Arrabbiata“ waren Publikumslieblinge und wurden beide nahezu 50 Mal in der deutschen Schweiz gezeigt. Es spielen wiederum Renate Adam, Hanny Gerber und Marianne Tschirren. Regie führt neu die Berner Regisseurin Sibylle Heiniger.

www.okaytheater.ch


  Magic Girls
   
   

Fr. 27.02.2009


20:30 Uhr

SFr. 30.-

   


Natacha - "N° 10"

Mundart-Rock

Anderthalb Jahre nach ihrer erfolgreichen «Greatest Hits»-CD meldet sich
Natacha zurück: die Berner Rocklady überrascht auf ihrem zehnten Album,
das folgerichtig «N° 10» heisst, mit hart rockenden Gitarren und Melodien,
die sich nicht so rasch aus den Gehörgängen vertreiben lassen. Mit anderen
Worten: Natacha liefert einmal mehr Qualitätsarbeit ab, die in Sachen Mundart-
Rock Massstäbe setzt.

 

  Natacha
   
   

Sa. 28.02.2009

20:30 Uhr

SFr. 30.-
   


Strohmann-Kauz "ungedüre"

Komik, Klaustrophobie und Tragik

Pedro Lenz schickt Strohmann-Kauz in den Berg
Die beiden Schauspieler Matthias Kunz (Bern) und Rhaban Straumann (Olten) alias Strohmann-Kauz zeigen mit ihrem neuen Stück „ungerdüre“ unverschnörkeltes Gegenwartstheater. Der dramatisch-politische Text von „ungerdüre“ stammt aus der Feder des Berner Schriftstellers Pedro Lenz. Mit seiner exakten Beobachtungsgabe, dem liebevollen Umgang mit seinen Figuren und seinem Sprachwitz, passt Lenz wunderbar zu Strohmann-Kauz. Die Inszenierung trägt die feinfühlige und präzise Handschrift der Regisseurin Priska Praxmarer. Mit einem sorgfältig eingesetzten Lichtspiel und minimalen technischen Mitteln setzt sie die Textvorlage von Pedro Lenz überzeugend um. Der Musiker Werner Hasler bereichert das Stück mit einem diskreten, stimmungsvollen Klangbild.

Tiefschürfendes im Berg
Die zwei Mineure Iseli und Role arbeiten auf einer Tunnelbaustelle im Mittelland. Tief im Landesinnern sinnieren sie über den Sinn ihrer Arbeit, ihres Daseins und den Sinn einer Idee an sich. Sie durchleben die Sonnen- und Schattenseiten von Freundschaft und zweifeln am Licht am Ende des Tunnels. In lakonischen Dialogen erzählt „ungerdüre“ von der Freundschaft zweier Arbeitskollegen, von einer Geschichte rund um Umfahrungen, Misstrauen und Aberglauben. Iseli und Role hantieren umständlich mit ihren Gefühlen. Die Freundschaft dreht sich um geteilte und umkämpfte Liebe - worüber schliesslich keiner spricht.
Was beim ersten Eindruck als satirische Betrachtung der Schweiz daher kommt, entwickelt sich zu einem höchst dramatischen (Überlebens-) Kampf zweier Freunde. Selbsttäuschungen sind nicht weniger heftig als Sehnsüchte und die verdrängte Wahrheit wird nur langsam sichtbar. Bei aller Tragik verliert „ungerdüre“ aber nie seinen Humor. Der Tod ist allgegenwärtig und die heilige Barbara eine eifersüchtige Schutzpatronin.

„Ds Erschte isch immer das wome macht. Und ds Zwöite isch das, wome nid macht. Und ds Dritte sy d Usrede, wome sech säuber zrächt leit, für das wome gmacht het und für das wome sött mache und wome glych nid macht.“

Unterhaltendes Theater
Das gut eingespielte Duo Strohmann-Kauz läuft in seiner zweiten gemeinsamen Produktion zu Hochform auf. Mit „ungerdüre“ gelingt Strohmann-Kauz, Pedro Lenz, Priska Praxmarer und dem Musiker Werner Hasler ein Stück Schweizer Theater zu einer brandaktuellen Thematik. Aber Achtung: Strohmann-Kauz sind weder Kabarett noch Comedy; „ungerdüre“ oszilliert zwischen Komik, Klaustrophobie und Tragik und ist Politsatire und bürgerliches Trauerspiel zugleich.
Sie merken: Wieder passt für Strohmann-Kauz keine Schublade - ausser vielleicht sprechende Kleinkunst, viel versprechende Kleinkunst, in der auch poetische Momente ihren Platz haben.
Oder wie der Blick nach der Premiere schrieb: „ungerdüre ist weder Schenkelklopferparade noch intellektueller Kunstmurks. Es ist einfach unterhaltendes Theater mit Anspruch – man dankt.“ (Blick/Kultur 4. 4. 08).

Spiel Matthias Kunz und Rhaban Straumann / Text Pedro Lenz / Regie Priska Praxmarer / Klangbild Werner Hasler /
Requisiten Roger Weber / Technik Michael Grob

www.strohmann-kauz.be


  Strohmann-Kauz
   
   
 
     
   
   
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